sprich “Buiuiu” … oder eher Bujuju” … oder eher doch “Bojuju” … na egal, klingt komisch, heißt aber so.
Hinter diesem witzigen Namen, dessen Herkunft ich leider nicht kenne, verbirgt sich einer der schönsten Strände an der Nordküste Teneriffas. Etwas abgelegen in El Rincón (rincón = winkel, ecke), einem großen noch sehr unberührten Gebiet des Orotavatales, in dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Hier herrscht im Gegensatz zu anderen Gebieten absoluter Baustopp und zwischen den üppigen Bananenplantagen fühlt man sich um Jahrzehnte in der Zeit zurückversetzt.
Das auch, wenn man vom Restaurante San Diego aus die alte und schmale Straße zur Steilküste runterfährt und bei der atemberaubenden Geschwindigkeit von 10 km/h hinter jeder Biegung mit einem entgegenkommenden Auto oder einer Ziegenherde rechnen muß. Dieser befahrbare Ziegenpfad endet dann direkt oberhalb der Bollullo-Bucht am Restaurante Bollullo, das über einen großen (naturbelassenen) Parkplatz und auch eine schöne Sonnenterrasse verfügt. Vom Restaurante aus hat man auch einen grandiosen Ausblick auf den Atlantik und die Beamten der Policia Local, die dort ihren Nachmittagskaffee nehmen.
Zum Strand gehts dann über einen schmalen Pfad so geschätzte 50 Höhenmeter runter oder oben an der Kante der Steilküste weiter zu den östlich gelegenen Stränden Playa del Pozo, Playa de los Patos und Playa del Ancón.
Wir waren nach einem Spaziergang duch La Orotava am späteren Nachmittag dort, ärgerten uns ein wenig darüber daß man in keine Bananenplantage reinkann (nicht um zu klauen, bloß um zu fotografieren), denn alles ist ummauert, eingezäunt und mit Plastikplanen verspannt und sind dann nach längeren Steilküstenspaziergang (also so ca. 300 Fotos später) im Restaurante Bollullo eingekehrt. Die Gambas al Ajillo kann ich nur wärmstens empfehlen, sollte man aber nur genießen, wenn man am nächsten Tag keinerlei Geschäftstermine hat und nicht plant, abends irgendwelche zwischenmenschlichen Beziehungen einzuleiten.
Im Restaurante San Diego, das oberhalb an der Straße liegt (es fährt auch ein öffentlicher Bus bis dahin - Linie 376 der TITSA) und das früher schon zu meinen Stammlokalen zählte, waren wir schon mal in der Woche davor zum Abendessen. Dort sollte man sich an Fleisch oder Fisch vom Grill halten und davor nicht auf die Salsas Allioli und Aguacate mit frischaufgebackenem Weißbrot vergessen wozu ein Teller Pimientos de Padrón perfekt passt. Angeregt von diesen kann man dann in den schönen Vino de la Casa weinen und sollte nach dem Hauptgang auch nicht auf den Barraquito oder Zaperoco vergessen.
Der “Winkel” ist jedenfalls immer einen Ausflug wert und kann auch zu Fuß von La Paz aus (am Ende der Calle de Aceviños) nach einer nicht zu anstregenden Wanderung durch die Plantagen erreicht werden (Gehzeit ca. 1h).












